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Bauweise und Funktion 1912 wurde für 115.000 Reichsmark von der Dresdner Baufirma Max Schwenke der Siebenlehner Wasserturm erbaut. Der Turm besteht aus einem Stahlbetonskelettbau, drei Zwischendecken und acht Säulen von 63x50 cm Querschnitt, die oben durch Rundbögen verbunden sind. Der erste Meter im Erdgeschoß besteht aus Sandsteinquadermauerwer, und die Eingangstür ist mit Sandstein eingefaßt.
Bis 1954 waren im Erdgeschoß Pumpen mit Gleichstrommotor und Handbedienung installiert. Später wurden diese durch zwei Kreiselpumpen ersetzt, von denen heute noch eine erhalten ist. Es handelte sich dabei um sechsstufige, mit Wechselstrom-Elektromotor betriebene Pumpen mit einer Leistung von 25m³/h aus dem Jahre 1970. Die Pumpen saugten in 9 cm starken Saugrohren das Wasser aus dem 100m³ fassenden Tiefbehälter unter dem Turm und drücken es etwa 30 m höher in den Hochbehälter. In den drei Zwischengeschossen führte in der Turmachse die 12 cm starke Steigleitung nach oben in den Hochbehälter und von diesem aus seitlich ein 23 cm starkes Fallrohr hinab in das Rohrnetz zu den Verbrauchern.
An der runden Innenseite des Mauerwerks gelangt man über Aufstiegstreppen in den oberen Teil des Turms. In dem außen verschieferten Turmkopfgeschoß befindet sich der aus 1cm starkem Stahlblech genietete Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 200m³. Dieser ist zylindrisch, hat eine Höhe von 4,80m, einen Außendurchmesser von 8,30m und in der Mitte eine 80 cm weite runde Durchstiegsöffnung mit senkrechter Leiter. Der Wasserstand in dem Behälter betrug etwa 4,50m. Sank der Wasserstand auf 4,25m, wurden automatisch die Pumpen zugeschaltet, die je etwa 30m³/h lieferten. Etwaiges Überlaufwasser des Wasserturms wurde in das Siebenlehner Freibad geleitet.
Siebenlehn und seine Geschichte
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